Umweltschutz


Motorsport ist Umwelt.

Der DMV hat sich in seiner Satzung §2 (1) b) der Förderung des Natur- und Umweltschutzes verpflichtet. Dieser Zweck wird verwirklicht durch:

  • die Unterstützung der technischen Entwicklungen des Kraftfahrwesens, insbesondere der Elektro- und Hybridmobiltechnologie,
  • das Angebot von Fahrtrainings zum umweltverträglichen Fahren im Straßenverkehr und
  • das Angebot von Beratungen zur umweltverträglichen Fahrzeughaltung und -anschaffung.

Dies und noch vieles mehr, vor allem im Naturschutz, bringt Motorsport auf die ökologisch positive Seite.

Umweltschutz wird im Motorsport groß geschrieben.

Motorsport vereint sportliche, technische und organisatorische Höchstleistungen, ziel- und ergebnisorientiert. Innovationen prägen den Motorsport und wohl nirgendwo sonst ist der Weg von einer Idee zur technischen Umsetzung so kurz. An der Spitze des Fortschritts zu fahren, bedeutet aber auch, die aktuellen Herausforderungen schneller als andere aufzunehmen und Lösungen anzubieten. Insofern ist der Motorsport ein idealer Partner für Innovationen im Umweltschutz.

Umweltschutz hat im Motorsport einen hohen Stellenwert: Die Aktiven gestalten ihn aktiv und beispielgebend. Bereits 2006 hatte das Bundesumweltministerium in einer wissenschaftlichen Studie zahlreiche „Best-Practice-Beispiele” aufgelistet, in denen der Motorsport anderen Sportarten vorauseilt. Als erster Dachverband im deutschen Sport hat der DMSB nicht nur eigene Umweltrichtlinien verbindlich eingeführt, sondern auch die Funktion eines Umweltbeauftragten für jede Veranstaltung vorgeschrieben. Viele Aspekte der Richtlinien sind inzwischen gute Praxis im Motorsport, in den DMSB-Umweltrichtlinien werden sie an zentraler Stelle zusammengeführt.

Alle Aktiven im deutschen Motorsport tragen die Verantwortung, klare Rahmenbedingungen für eine gesellschaftlich akzeptable und umweltverträgliche Organisation des Motorsports zu befolgen. Die Umweltrichtlinien sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen und nachhaltigen Motorsport.

(c) Homepage DMSB.

Aus dem Auge, aus dem Sinn?

Selbstverständlich ist der ordentliche Umgang mit Abfall (den man am besten von vornherein vermeidet) und mit Betriebsmitteln wie Treibstoff und Mineralöle.

Doppelt hält besser, Sicherheitswanne
Große Folie plus „Umweltmatte“, eine sichere Kombination
Auf die Feuerwehr ist Verlass, Bindemitteleinsatz bei Tankfehler
Vor dem Rennen - Mülleimer-Parade

Motorsport und Naturschutz gehören zusammen.

Motorsport wird dort betrieben, wo er mit den Belangen des Naturschutzes und den Belangen sportlicher Betätigung abgestimmt werden kann.

Motorsportler nehmen Rücksicht auf die Natur. Weniger aufgrund gesetzlicher Vorgaben als vielmehr aufgrund gesunden Menschenverstandes. Sie unterstützen aktiv ihre Vereine und Verbände auf diesem Gebiet.

Auch „Kleinigkeiten“ haben große Wirkung, z.B. ein rotbrauner Wagen statt eines grün lackierten, der sich mit der Vielfalt des natürlichen Grün „beißen“ würde.

Bei jeder Motorsportveranstaltung ist seitens des Veranstalters ein Umweltbeauftragter zu benennen, der die Anwendung der DMSB-Richtlinien und gegebenenfalls weiterer spezifischer Umweltregeln verantwortet und die Umsetzung kontrolliert. Umweltbeauftragte haben insbesondere folgende Aufgaben und Rechte:

  • Er soll bereits vor der Veranstaltung helfen, die Veranstaltung umweltgerecht zu planen und dazu den Veranstalter sachgerecht beraten.
  • Er soll während und nach der Veranstaltung die Anforderungen zum Schutz der Umwelt verfolgen, das Verhalten aller Beteiligten beobachten, den Umweltbericht erstellen und gegebenenfalls umweltrelevante Empfehlungen für die Zukunft geben. 
  • Er soll Zugang zu allen Informationen erhalten, die die Veranstaltung betreffen. 
  • Er kann zu Sitzungen der Sportkommissare eingeladen werden.
  • Er erstellt den Umweltbericht durch Anwendung der DMSB-Kontrollliste unmittelbar bei der Veranstaltung und leitet ihn spätestens zwei Wochen danach an den Veranstalter, den DMSB, den zuständigen Trägerverein und den Vorsitzenden der Sportkommissare weiter, je nach Vorgabe im jeweiligen Reglement der Disziplin.

Umweltbeauftragte handeln nach bestem Wissen auf Basis ihrer Sachkunde in Umweltfragen.
Sie wirken partnerschaftlich mit allen Beteiligten der Veranstaltung zusammen.
Sie haben keine Exekutivfunktion bezüglich der Durchsetzung von Umweltschutzmaßnahmen oder bezüglich Sanktionen nach Verletzung der Umweltrichtlinien. In solchen Fällen informiert der Umweltbeauftragte den Veranstalter, die Sportkommissare oder den Jury-Vorsitzenden und nimmt dies in seinen Umweltbericht auf.

Motorsport ist eine für Zuschauer auch ökologisch attraktive Umwelt.

Die Zuschauer einer Motorsport-Veranstaltung tragen eine Mitverantwortung für den Umweltschutz. Dazu gehört, dass bei einer Motorsportveranstaltung Sportler und Zu­schauer gemeinsam dazu beitragen, dass die Umwelt keinen Schaden nimmt, sondern sogar davon profitiert.

Motorsport unterstützt seine Zuschauer durch eine intelligente Zuschauerlenkung.

Nur wer seine Umwelt gut kennt, wird dafür sorgen können, dass diese Umwelt zwar belastet, aber nicht überlastet wird. Eine intakte Umwelt, bestehe sie aus sozialen oder ökologischen Systemen, federt Belastungen ab.

Der Vergleich mit der Federung eines Motorsportgerätes ist dabei keineswegs abwegig. Wird eine Umwelt oder eine technische Einrichtung überlastet, gibt es langwierige Schäden.

Wer eine Hecke im richtigen Maße stutzt, sorgt für einen kräftigen dichten Aufwuchs und attraktive Brutbiotope. Wer bei einer Motorsportveranstaltung Flächen für PKW und Zuschauer nicht zu tief mäht, schützt damit den Boden und damit die Grasnarbe.

DMSB Umweltseminar
Nervensache, möglichst viele PKW auf möglichst wenig Fläche unterbringen
Catering als „Pull-Effekt“ hält Zuschauer vom vagabundieren ab
Zuschauerweg nach einer Rallye, die „Langgras-Methode“ wirkte wie ein Teppich

Ziele.

Ziel ist es, bei der Durchführung von Motorsportwettbewerben in allen Disziplinen sachgerechte ökologische Maßnahmen (gemäß DMSB-Umweltrichtlinie) umzusetzen sowie bei allen Beteiligten, d. h. Fahrern, Teams, Veranstaltern, Sportwarten, Zuschauern und Behörden das Bewusstsein für umweltrelevante Zusammenhänge zu stärken und zu fördern und die Sachkunde und die Kenntnis dazu kontinuierlich zu verbessern.

Für unsere Clubs und Vereine ist eine enge Zusammenarbeit mit den beteiligten öffentlichen Stellen und Behörden eine wichtige Voraussetzung, um eine nachhaltige, das heißt auf Dauer durchhaltbare Ausübung des Motorsports zu gewährleisten.